Löwenzahn

Healing herbs. Dandelion isolated on white backgroundJeder hat sie irgendwo schon einmal gesehen. Die leuchtend gelben Blüten des Löwenzahn, die sich im Laufe des Sommers zur beliebten Pusteblume der Kinder entwickeln. Der Gewöhnliche Löwenzahn gehört der Gattung Löwenzahn (oder auch Taraxacum) an und wird in die Familie der Korbblütler kategorisiert. Neben dem Gewöhnlichen Löwenzahn gibt es eine weitere Sorte, den Löwenzahn auch auch als Schaftlöwenzahn oder Milchkraut bekannt. Aufgrund der großen Ähnlichkeit werden diese beiden Pflanzen häufig miteinander verwechselt.

Allgemeines

Diese krautige und ausdauernde Pflanze erreicht eine Höhe von ca. 10 – 30 cm, gegenüber den Leontodon-Arten des Löwenzahns, der bis zu 80 cm Wuchshöhe erreichen kann. Charakteristisch ist der weiße Milchsaft, der sich in allen Pflanzenteilen wiederfindet.
Die Wurzel des Löwenzahns ist Dunkelbraun bis Schwarz und wächst tief in das Erdreich hinein. Diese schlanke Pfahlwurzel kann bis zu einem Meter heranwachsen, in seltenen Fällen mit günstigen Bodenbedingungen sogar bis zu zwei Meter. Wird die Wurzel nicht komplett herausgerissen, regeneriert sie sich nach kurzer Zeit wieder und entwickelt neue Pflanzen. Hier liegt auch die Ursache für die große Verbreitung des Löwenzahns: die Wurzel ist überaus überlebensfähig. Am Boden sichtbar bildet sie eine sogenannte Rosette, aus der sich eine neue Pflanze entwickeln kann.

Dandelion flowers in the rays of the sunset

Die Blätter sind länglich, manchmal eiförmig oder eilanezttlich und weisen tiefe Einschnitte oder Zähne auf. In der Mitte der Rosette entwickelt sich der Blütenstiel als hohle Röhre. Ca. 30 – 40 leuchtend gelbe und abstehende Hochblätter öffnen sich und werden von grünen Hüllblättern geschützt. Besonders hübsch anzuschauen ist das Öffnen und Schließen der Blütenblätter am Morgen und Abend. Zur Nacht oder auch bei Regen schließt sich die Blüte und entwickelt nach und nach die Blütenreife. Die Blütezeit dauert in Mitteleuropa zwischen April und Mai an. In dieser Zeit vermehrt sich der Löwenzahn rasant durch seine herumfliegenden Samen der vertrockneten Blüte.

Verbreitung

Ursprünglich stammt der Löwenzahn aus einem westlichen Teil Asiens und Europa. Im Laufe der Zeit hat er sich jedoch auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel ausgebreitet. Hier ist er auf wilden Wiesen, in Gärten, auf Feldern oder Wegrändern immer wieder zu finden. Er hat die Fähigkeit, sich auch unter schwierigsten Bedingungen zu entwickeln und sucht sich nicht selten einen engen Lebensraum in Mauerritzen, Brachflächen oder zwischen Gehwegplatten aus. Schon deshalb taucht er nicht nur in ländlichen Regionen, sondern auch in Städten auf.

Entfernung von Löwenzahn mit Unkrautvernichter

Auf Dauer gesehen kann er sehr lästig werden. Hat sich einmal im gut gepflegten Rasen Löwenzahn eingenistet, ist es schwer, ihn wieder loszuwerden. Auch zwischen den Blumenrabatten und Gemüsebeeten erscheint er immer wieder. Eine Möglichkeit ihn aus dem Garten zu entfernen, besteht im kontinuierlichen Ausgraben. Der wichtigste und zugleich schwierigste Part besteht darin, die vollständige Pfahlwurzel aus dem Boden zu bekommen. Ein Unkrautstecher ist dann sinnvoll, wenn die Pflanzen noch jung und die Wurzeln dementsprechend kurz sind. Doch in der Regel wachsen sie sehr schnell, so dass unter Umständen schon der Spaten zu Hilfe genommen werden muss.

Frhblher

Im Frühjahr mit der Pflege des Rasens beginnen

Wenn im Frühjahr die Pflege des Rasens beginnt, wird auch der Löwenzahn entfernt. Das Schneiden und Vertikutieren sind gute Maßnahmen, um jeglichem Unkraut den Garaus zu machen.
Doch hat die Anzahl der Pflanzen Überhand genommen, hilft nur noch der Unkrautvernichter gegen Löwenzahn auf dem schönen Rasen. Dieser sollte jedoch dann eingesetzt werden, wenn sich die Pflanzen entwickelt haben und eine größere Oberfläche haben. Der Unkrautvernichter wird über alle Pflanzenteile aufgenommen, sodass hier effektiv gearbeitet werden kann. Dennoch sollte der Einsatz mit der Chemie immer mit Bedacht und Vorsicht erfolgen. Einerseits ist hier auf andere Tiere, aber auch auf spielende Kinder zu achten. Darüber hinaus sollte der Unkrautvernichter nicht zu häufig angewendet werden, da es bereits zu Fällen gekommen ist, bei denen die Pflanzen Resistenzen gegenüber den Inhaltsstoffen entwickelt haben. Die chemischen Unkrautvernichter enthalten häufig chemisch kopierte Pflanzenhormone. Diese sind naturidentisch und werden in hoher Konzentration für zweikeimblättrige Pflanzen verwendet. Gerade das völlig unkontrollierte Wachstum von Unkräutern wie dem Löwenzahn wird damit eingedämmt.

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